Fragen und Antworten

Wir haben eure Fragen gesammelt und stellen hier die Antworten bereit.


Warum war der mRNA-Impfstoff so rasch da?

Es wird seit über 30 Jahren an mRNA-Impfstoffen geforscht. Die Anpassung gegen das Corona-Virus war darum sehr schnell möglich.

Eigentlich hat sich die Wissenschaft von mRNA-Impfstoffen eine „Impfung gegen Krebs“ erhofft. Der Wirkmechanismus von mRNA wurde 1960 entdeckt, seitdem forschen Expert*innen an verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Sehr früh haben sie Impfstoffe mit mRNA hergestellt, 1995 wurde mRNA als „Anti-Krebs-Impfung“ getestet. Daraus ist bisher leider nichts geworden, aber zum Glück haben die Forscher*innen nicht aufgegeben, mit mRNA zu arbeiten. Als das neue Virus SARS-CoV-2 aufgetreten ist, wurden sofort sämtliche verfügbaren Methoden und Wirkstoffe geprüft, ob und inwieweit sie das Virus bekämpfen können – unter anderem mRNA-Impfstoffe.

Die Bekämpfung einer Pandemie sorgt für ein gemeinsames Ziel: Pharmaunternehmen haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam mit universitären Forschungseinrichtungen gearbeitet. Es gab plötzlich von so gut wie allen Ländern ausreichend finanzielle Mittel für die Forschung. So war es möglich, einen schon seit Jahrzehnten beforschten Wirkstoff sehr rasch zu adaptieren und die nötigen Wirksamkeits- und Sicherheitsstudien im Einsatz gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 durchzuführen.


Wie kam es zu der Frage?

Obwohl mRNA in Wissenschaftskreisen schon lange bekannt war, wussten wir in der Bevölkerung nichts davon. Für uns war das eine völlig neue Technologie, die sehr schnell da war – viele Menschen hat das verunsichert. Und die meisten waren überzeugt, dass ein Impfstoff, der vorher nicht bekannt war und jetzt plötzlich da ist, nicht ausreichend geprüft und getestet sein kann. In Medienberichten war häufig von der „neuen mRNA-Technologie“ die Rede: Es wurde selten dazu gesagt, dass mRNA gar nicht so neu ist. Und das Wort „Technologie“ macht – in Verbindung mit einem Impfstoff, der ja in den Körper eingebracht wird, – viele von uns skeptisch.

Doch wir wissen, dass Impfstoffe, die von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen werden, einem strengen und umfassenden Prüfprozess unterzogen werden. Auch jetzt nach der Zulassung wurden kaum jemals Impfstoffe so genau beobachtet und gleichzeitig so vielen Menschen auf der ganzen Welt verabreicht wie derzeit die mRNA-Impfstoffe (und natürlich die Vektorimpfstoffe). Und auch, wenn eine Impfung gegen Krebs nicht entwickelt werden konnte, so haben mRNA-Impfstoffe während der COVID-19-Pandemie jedenfalls bewiesen, dass sie funktionieren und vor allem sicher sind.

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