Fragen und Antworten

Wir haben eure Fragen gesammelt und stellen hier die Antworten bereit.


Was sind die Langzeitfolgen der Impfung?

Der Impfstoff ist nur kurz im Körper und wird danach abgebaut. Es kann streng genommen keine Langzeitfolgen geben, weil kein Bestandteil des Impfstoffs lange im Körper bleibt.

Nach einer Impfung können Impfreaktionen auftreten, die in den meisten Fällen harmlos und nur vorübergehend sind (z.B. Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfweh, Fieber, Müdigkeit). Sie treten Stunden oder Tage – ganz selten erst Wochen – nach einer Impfung auf. Gesundheitliche Folgen, die erst Monate oder Jahre später auftreten, sind bei Impfstoffen generell nicht bekannt. mRNA-Impfstoffe sind z.B. nur ca. 7 Tage im Muskel aktiv, bevor sie abgebaut werden.

Wir wissen mittlerweile aber, dass eine Infektion mit COVID-19 Langzeitfolgen haben kann. Diese können Wochen oder Monate nach der Erkrankung auftreten – auch, wenn diese mild oder sogar ganz ohne Symptome verlaufen ist. Das Virus führt im Körper zu Entzündungsprozessen, die manchmal erst später ausbrechen oder nicht abklingen. Dadurch kann nicht nur das sogenannte Long COVID – Atembeschwerden, chronische Erschöpfung, Verwirrung und geistige Beeinträchtigungen – ausgelöst werden, sondern auch akut lebensbedrohliche Ereignisse wie Thrombosen, Schlaganfälle oder Gehirnentzündungen (Enzephalitis).


Wie kam es zu der Frage?

Die Begriffe Impfreaktion, Nebenwirkung, Langzeitfolgen oder Langzeitnebenwirkungen und Impfschaden werden – auch von Medien – oft missverständlich verwendet. Das führt nicht nur zu Verwirrung, sondern auch zu Unsicherheiten. Denn Impfreaktionen können natürlich auftreten, und zwar gar nicht so selten. Das wichtige dabei ist aber, dass sie nur vorübergehend sind.

Nebenwirkungen kommen ebenfalls vor. Hier wissen wir bereits aus den Zulassungsstudien recht genau, welche das sein können, in welchem Zeitraum sie auftreten und wie wir sie behandeln können. Sie werden mit Symptomen und Häufigkeit in der Fachinformation aller Impfstoffe angeführt.

Langzeitfolgen sind bei Impfstoffen generell nicht bekannt. Langzeitnebenwirkungen gibt es nicht, dieser Begriff wird oft verwendet, wenn eigentlich Langzeitfolgen gemeint sind. In seltenen Fällen können Nebenwirkungen aber zu Langzeitfolgen führen, wie das z.B. bei der Impfung gegen Schweinegrippe der Fall war, die Narkolepsie („Schlafkrankheit“) ausgelöst hat. Doch auch hier gab es die Hinweise schon einige Wochen nach der Impfung. Nebenwirkungen von Impfungen, die erst nach Jahren einsetzen, kennen wir bei Impfstoffen nicht.

Ein Impfschaden ist über das Impfschadengesetz abgedeckt, das bedeutet, dass man dann eine Entschädigung bekommt. Dabei handelt es sich um schwere Körperverletzungen oder Schäden mit Dauerfolgen. 2021 gab es insgesamt 367 Anträge nach dem Impfschadengesetz, die meisten betreffen die COVID-19-Impfung. Die Zahl der Anträge im Vergleich mit verabreichten Impfungen entspricht 0,0022 %.

Weiterführende Informationen

Hast auch du Fragen?

Wenn du auch etwas beitragen willst oder Fragen hast, kannst du uns (gerne auch anonym) eine Nachricht senden:

Wir bitten um Verständnis, dass wir keine individuellen medizinischen Empfehlungen erteilen können!